Brahms-Requiem im Odeon




Nach dem wahrlich prächtig geratenen Brahms-Requiem der Chöre Einklang 1861 Hollabrunn und Wien-Neubau in der Klavierfassung im Mai in Hollabrunn standen nun im Odeon in Wien zwei Konzerte in der Orchesterfassung am Programm. Sinfonia Academica spielte engagiert, die Solisten Jerilyn Chou und Michael Fischer bzw. Andreas Egger beim 2. Konzert boten wiederum höchste vokale Kunst, die beiden Chöre, von Walter Zeh und Martin Guthauer bestens vorbereitet, verströmten wohlklingenden Trost und verbreiteten gegebenenfalls Tod und Schrecken. Am Pult Azis Sadikovic, der es bestens verstand, aus den Musikern und Sängern im dreifachen Pianissimo und dreifache  Fortissimo das hervorzuholen, was in diesem Requiem steckt: Trost, Freude, Trost. Das Werk endete mit im zartesten Pianissimo:  Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, selig, selig.  Jubel!!!

WIENER LIEDER

Wiener Lieder & wienerglühn








28. Oktober 2018, 17.00 Uhr, Festsaal Seminar, 2020 Hollabrunn


Ausführende: 


wienerglühn
Einklang 1861 Hollabrunn, Klavier: Yumiko Osaragi 


Rezitation: Robert Kellner


Gesamtleitung: Gerhard Sulz


wienerglühn


 


Das Geschwisterpaar Rudolf (Klarinettist, Sänger) und Heidelinde Gratzl (Akkordeon) hat alles, was man am modernen Wienerlied so sehr liebt: Charme, Witz, das eine oder andere Augenzwinkern und natürlich viel musikalische Finesse. Die Interpretation der beiden ist eine, in welcher Spuren des Jazz genauso wiederzufinden sind, wie solche anderer welt-musikalischer Formen und des Pop. Mit einer ordentlichen Portion Spielwitz und ihrem ganz eigenen Charme lässt das geschwisterliche Duo Stücke entstehen, die unverkennbar eine Wiener Note besitzen, die Grenzen der Tradition aber sprengen. Es handelt sich noch um eine Art des Wienerlieds, nur eben um eine unverstaubte und von allen Klischees befreite. Mit einem scharfen Blick auf den Hiesigen, auf seine Animositäten und Nonchalance rücken die beiden Musiker den Unschärfen der „Wiener Seele“ zu Leibe. Die unverblümten Texte bringen vielschichtige Ambivalenzen auf den Punkt und beflügeln mit eindringlichen Melodien. wienerglühn entwickelt mit einer großen Portion Hirnschmalz die hinlänglichen Auffassungen dieses Genres weiter. Dem dazugehörigen Herzblut, das durch die Adern der Protagonisten fließt, gelingt es mittels verspielter Arrangements und überraschender Harmoniestrukturen eine Vielzahl an Gefühlen zu wecken. Die Tradition des Wienerlieds über Jahre verinnerlicht, dem Volk aufs Maul geschaut, das eine oder andere verlorene Zitat... und das alles ohne Patina! So vermag die erfrischend neue Musik von wienerglühn die Zuhörer durch einen musikalischen Kosmos zwischen Licht und Schatten zu manövrieren, knisternde Momente zu erzeugen und damit ein wahres Feuer zu entfachen.

Lieder, vom Einklang interpretiert:


Schön ist so ein Ringelspiel (Hermann Leopoldi)
Schinkenfleckerln (Hermann Leopoldi)
Herrgott aus Sta' (Karl Hodina)
Stellt's meine Ross in Stall  (Franz Ferry Wunsch) 
Einer hat immer das Bummerl (Horst Chmela)
Was Österreich is' (Johann Schrammel)
Die Stadt der Lieder (Oskar Hoffmann)
Wien wird schön erst bei Nacht (Robert Stolz )
ua.

















Brahms: Standing Ovations

Der Chor Wien Neubau hatte sich mit dem Einklang 1861 Hollabrunn am 26.5. im Festsaal des Seminars an ein Werk der Champions League der Chor-Oratorienliteratur gewagt. Hervorragend von den beiden Chorleitern Walter Zeh und Martin Guthauer einstudiert und vorbereitet geriet das Werk unter dem grandiosen Dirigat von Azis Sadikovic zu einem Riesenerfolg. Jerylin Chou, Sopran, und Michael Fischer, Bariton, machten mit ihren Stimmen das Publikum staunen, die beiden Pianisten entlockten dem Konzertflügel meisterhafte Töne. Die Choristen bereiteten den Zuhörern „Freude und Wonne“ durch Textdeutlichkeit und  Lautstärken vom fast geflüsterten Pianissimo bis zu einem Fortissimo, das die Grundmauern des Seminars im wahrsten Sinn des Wortes erbeben ließ.




EINLADUNG für 26. Mai 2018

Karten zu € 15,- bei Chormitgliedern, Tel. 0676/81212901,



Trauerkantate "Der Doppelgänger"
© Dorrit Maria Hanke und Wolfgang Wallner-F.


Das 1. Lied, Tor des Todes
https://www.youtube.com/watch?v=G9HswvgmtrA

Das 2. Lied, Tag der Erinnerung, Tag des Zornes, Tag der Tränen
https://www.youtube.com/watch?v=Oi13t8jJq8A

Das 3. und 4. Lied, Totentanz und Namenlos
https://www.youtube.com/watch?v=ubPbbSdoLMA

Das 5. Lied, Genesis
https://www.youtube.com/watch?v=M-GG3yJU2xk

Das 6. Lied, Gebet
https://youtu.be/vsPP1dA09KY

Das 7. Lied, Der Wille - Mantra
https://youtu.be/H2NbT7KZ4jo

Das 8. Lied, Wieder Daheim
https://youtu.be/FXmcGXtCjhE

Das 9. und letzte Lied, Frühlingstanz
https://youtu.be/MwfvKoaPxGY

Uraufführung der Trauerkantate "Der Doppelgänger" am 22.4.2018, Leitung Gerhard Sulz.